Was ich von Oma & Opa gelernt habe und nie vergessen werde ❤️
Was ich von Oma & Opa gelernt habe und nie vergessen werde ❤️
Großeltern gehören für viele Kinder zu den wichtigsten Menschen überhaupt. Sie haben Zeit, erzählen Geschichten, kochen Lieblingsgerichte und schaffen Erinnerungen, die oft ein Leben lang bleiben. Mir wurde das allerdings erst viel später bewusst. Als Kind war das alles einfach normal. Wenn ich heute an meine Großeltern denke, wird mir klar, wie viel meiner Kindheit eigentlich mit ihnen zu tun hat.
Ich bin Steffi, Gründerin von Pummeleinhorn – und ich hatte das Glück, mit vier Großeltern aufzuwachsen. Zwei auf der deutschen Seite meines Vaters und zwei auf der taiwanesischen Seite meiner Mutter. Heute lebt leider nur noch meine taiwanesische Oma. Viele Erinnerungen sind jedoch geblieben. Manche beginnen mit einem Holzlöffel, andere mit einem Stinkekäse im Kühlschrank, einem Gebiss auf meinem Schoß 😆 oder einem riesigen Laubhaufen 🍂.
Meine Kindheit zwischen Deutschland und Taiwan 🏡
Weil meine Eltern beide selbstständig waren und viel gearbeitet haben, habe ich einen großen Teil meiner Kindheit bei meinen Großeltern verbracht. Entweder kam ich nach Hause und meine Oma wartete schon auf mich, oder ich ging direkt zu Oma und Opa nach Hause. Wenn meine Mutter in unserem Familienrestaurant arbeitete, ging ich oft zu meinen taiwanesischen Großeltern, die praktischerweise direkt über dem Lokal wohnten.
Für mich war das völlig normal. Ich wusste nur, dass immer irgendwo Oma und Opa waren, etwas Leckeres zu essen auf mich wartete und jemand Zeit für mich hatte.
Auf der deutschen Seite bedeutete das Nachmittage mit Hausmannskost und Familiensonn- und Feiertage. Wenn ich aus dem Kindergarten oder später aus der Schule kam, wartete meine Oma oft schon auf mich. Es wurde gekocht, gespielt und erzählt. Mein Opa war zwar als Fernfahrer häufig unterwegs, aber wenn er da war, wurde viel gelacht. Die meisten Sonntage und an wichtigen Feiertagen verbrachten wir immer mit der ganzen Familie bei Oma und Opa. Für mich gehörten diese Tage genauso selbstverständlich zur Kindheit wie Schule oder Sommerferien.
Auf der taiwanesischen Seite sah der Alltag ganz anders aus. Dort spielte sich vieles rund um das Familienrestaurant ab. Meine Großeltern wohnten direkt über dem Lokal, und wenn meine Mutter arbeitete, war ich oft bei ihnen. Einmal im Jahr wurde an Heiligabend das Restaurant für alle anderen geschlossen. Dann kochten meine Onkel für die ganze Familie – wir saßen alle gemeinsam an einem Tisch, anschließend gab es noch Kaffee und Kuchen. Dieser Geruch, diese Geräusche und diese besondere Mischung aus chinesischer Küche und Weihnachtsstimmung sind Erinnerungen, die ich bis heute mit mir herumtrage.
Bis zur Grundschule sprach ich übrigens sogar fließend Chinesisch, weil meine Großeltern kein Deutsch sprechen konnten. Erst viel später wurde mir klar, wie besonders das eigentlich war zweisprachig aufzuwachsen.
Als erstes Enkelkind der Familie hatte ich außerdem einen gewissen Sonderstatus. Damals hielt ich das für selbstverständlich. Heute weiß ich, dass ich ziemlich verwöhnt wurde von allen Seiten. Hihi. 💛

Großeltern glauben oft an uns, bevor wir es selbst tun 🌱
Eine meiner Lieblingsgeschichten handelt von meiner deutschen Oma und einem ganz gewöhnlichen Holzlöffel.
Als ich laufen lernte, hielt sie mir einen Löffel hin, an dem ich mich festhalten konnte. Also lief ich los, fest davon überzeugt, dass meine Oma den Löffel sicher festhielt. Was ich nicht bemerkte: Irgendwann hatte sie längst losgelassen. Ich lief aber einfach weiter.
Jahre später erzählte sie diese Geschichte immer wieder und wir mussten jedes Mal darüber lachen. Meine Oma war eine starke Frau. Herzlich, liebevoll und fürsorglich, aber auch stur, wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt hatte. Sie hatte selbst zwei Kinder großgezogen, immer gearbeitet und trotzdem das Talent, für alle da zu sein.
Wenn ich heute an die Geschichte mit dem Löffel denke, muss ich oft schmunzeln. Sie passt einfach zu ihr. Meine Oma gehörte zu den Menschen, die einem etwas zutrauten. Die nicht ständig festhielten, sondern wussten, wann es Zeit war loszulassen.
Viele kennen dieses Gefühl – jemand hat einem etwas zugetraut, bevor man es selbst wusste. Oft sind das Großeltern. Sie sehen uns manchmal klarer, als wir uns selbst sehen. ✨
Warum man sich ein Leben lang an Omas Küche erinnert 🍲
Wenn ich an sie zurück denke, denke ich auch oft an ihr Essen. Nicht an besondere Festtagsgerichte oder aufwendige Menüs. Ich denke an Koteletts mit Kartoffeln, Erbsen und Möhren, an Kohlrabi und an alles, was nach Zuhause geschmeckt hat. Und natürlich denke ich an den Stinkekäse in ihrem Kühlschrank! Ich bin bis heute überzeugt, dass man ihn bis in die nächste Stadt durch die Kühlschranktür riechen konnte. 😄
Meine Eltern waren viel beschäftigt, deshalb war meine Oma oft da, wenn ich aus dem Kindergarten oder später aus der Schule kam. Für mich bedeutete das, dass meistens irgendwo etwas auf dem Herd stand und ich natürlich erst einmal nachsehen musste, was Oma diesmal Leckeres gekocht hatte. Damals habe ich das nie hinterfragt. Heute weiß ich, wie wertvoll diese Nachmittage waren. 🧡
Auch bei meiner taiwanesischen Oma spielte Essen eine große Rolle. Wenn meine Mutter im Restaurant arbeitete, war ich oft bei meinen Großeltern. Ich habe meiner Oma gerne zugesehen, wenn sie Jiaozi 🥟 machte oder in der Küche auf ihrem kleinen Höckerchen stand und in einem Riesenkessel Hühnchen einkochte. Stundenlang konnte ich daneben stehen und beobachten, wie aus vielen kleinen Handgriffen irgendwann ein fertiges Essen wurde. Damals fand ich das einfach spannend. Heute würde ich gerne noch einmal einen Nachmittag dort verbringen. Einfach nur zuschauen, wie meine Oma arbeitet, während irgendwo etwas köchelt und aus der Küche vertraute Gerüche kommen. 🫶
Warum Opas oft die besten Komplizen sind 😄
Mein deutscher Opa war Fernfahrer. Deshalb war er oft unterwegs. Er wollte mich irgendwann einmal mit auf eine Tour nehmen, aber dazu ist es leider nie gekommen. 🚚 Wenn er zu Hause war, wurde allerdings viel gelacht.
Mein Opa war wahrscheinlich der lustigste Mensch, den ich kannte. Er konnte aus jedem normalen Nachmittag etwas machen, an das man sich Jahre später noch erinnert. Besonders stolz war er auf sein Gebiss und die Möglichkeiten, die sich daraus ergaben. Er ließ es gerne ein Stück aus dem Mund hervorblitzen, nur um mich zum Lachen zu bringen. Das war lustig. Zumindest bis zu dem Tag, an dem das Gebiss plötzlich komplett herausflutschte und direkt auf meinem Schoß landete.
Ich bin schreiend weggerannt.
Mein Opa hat Tränen gelacht. 😆
Eine andere Erinnerung spielt irgendwo zwischen Sonntagskleidung und einer sehr schlechten Idee. Wir waren unterwegs und eigentlich geschniegelt und gestriegelt. Dann entdeckten wir einen riesigen Laubhaufen 🍂. Mein Opa und ich waren uns ziemlich schnell einig, dass man da unbedingt hineinspringen musste. Also sprangen wir. Das Ergebnis war für uns großartig, obwohl Oma uns danach beide ausschimpfte. 😂
Sonntage bei Oma und Opa waren auch immer was ganz Besonderes. Wir saßen zusammen, aßen viel zu viel und spielten Mensch ärgere dich nicht – wobei mein Opa es mit den Regeln nicht immer ganz so genau nahm. Er hat gerne mal gepfuscht und so getan als ob wir es nicht mitkriegen würden.
Wenn ich heute an meinen Opa denke, denke ich an sein Lachen, seine Witze und daran, wie leicht er es geschafft hat, einen ganz normalen Tag besonders zu machen. 💛
Was ich heute an meinen Großeltern besonders schätze 🥰
Als Kind denkt man selten darüber nach, wie viel Großeltern eigentlich leisten. Meine Großeltern waren allesamt fleißige Menschen. Meine Omas und Opas haben alle gearbeitet, Familien großgezogen und sich um andere gekümmert. Damals habe ich das alles nicht gesehen. Ich habe nur gesehen, dass jemand Zeit für mich hatte. Heute bewundere ich, wie sie das alles geschafft haben. 🙏
Es gibt Dinge, die fallen Enkeln erst auf, wenn sie selbst erwachsen sind. Dass Oma immer das kleinste Stück Kuchen genommen hat, damit für alle anderen genug da war. Dass Opa zugehört hat – und danach immer irgendwie den richtigen Rat parat hatte. Dass die gemeinsame Zeit keine Selbstverständlichkeit war, sondern eine bewusste Entscheidung.
Warum Zeit mit Großeltern so wertvoll ist 🫶
Meine taiwanesische Oma ist inzwischen 93 Jahre alt und lebt bei meinen Eltern, die sich liebevoll um sie kümmern. Zum Glück erkennt sie ihre Familie noch. Sie weiß, wer wir sind und freut sich, wenn Besuch kommt. Ihr Kurzzeitgedächtnis funktioniert allerdings nicht mehr wie früher. Es kann passieren, dass sie etwas erlebt und kurze Zeit später schon wieder vergessen hat.
Was sie jedoch noch nie vergessen hat, ist nach mir zu fragen.
Meine Eltern erzählen mir das regelmäßig. Obwohl sie heute nicht mehr viel spricht, fragt sie immer nach mir und freut sich, wenn sie mich sieht. Das bedeutet mir unglaublich viel. ❤️
Als Kind denkt man nie darüber nach, dass Großeltern einmal alt werden. Sie sind einfach da. Man geht davon aus, dass das immer so bleibt. Irgendwann merkt man, dass die gemeinsamen Nachmittage, die Familienfeiern, die Gespräche und die Geschichten nicht selbstverständlich waren.
Wenn du deine Großeltern noch hast, fahr vorbei. Ruf an. Frag nach ihren Geschichten. Hör zu, auch wenn du die meisten Geschichten schon kennst. Irgendwann wirst du an all diese Momente zurückdenken – und froh sein, dass du sie hattest. 🌈
Erinnerungen festhalten 📝
Viele merken erst im Nachhinein, dass sie gerne mehr Erinnerungen festgehalten hätten. Dabei braucht es dafür kein großes Projekt.
🗣️ Frag nach einer Geschichte, die du noch nicht kennst. Großeltern haben oft Erlebnisse aus einer Zeit, die man sich kaum vorstellen kann. Einfach fragen: "Erzähl mir von früher" reicht oft schon.
🍳 Koch gemeinsam ein Lieblingsrezept nach. Und schreib es auf, so wie Oma es macht – mit ihren eigenen Worten und Mengenangaben wie "eine gute Handvoll".
📸 Mach ein gemeinsames Foto, das kein Selfie ist. Nicht gestellt, einfach beim Zusammensein. Die ungestellten Fotos sind die, die man sich später am meisten anschaut.
🎁 Schick etwas Persönliches – einfach so. Ein Poster oder eine Tasse mit dem Namen des Enkelkindes drauf, ein kleines Herz mit dem Namen der Oma – das sind die Dinge, die auf dem Tisch stehen bleiben und jeden Tag an jemanden erinnern. Viele Großeltern freuen sich über genau solche Gesten mehr als über teure Geschenke.
📅 Besuch einplanen, bevor ein Anlass kommt. Nicht nur zu Geburtstagen oder Weihnachten. Ein normaler Dienstagnachmittag bei Oma und Opa ist oft wertvoller als jedes Geschenk. ✨
Persönliche Geschenkideen für Großeltern 🎁
Viele Großeltern sagen, dass sie sich nichts wünschen. Meistens stimmt das sogar. Zeit mit der Familie bedeutet ihnen oft mehr als alles andere. Trotzdem freuen sich viele über kleine Gesten, die zeigen: Ich habe an dich gedacht. 💜
Als wir unsere Oma & Opa Geschenkideen entwickelt haben, musste ich oft an meine eigenen Großeltern denken. An die Nachmittage nach der Schule, an Weihnachten mit der ganzen Familie, an unser Restaurant und an all die Erinnerungen, die geblieben sind.
Eine Tasse, ein Acryl-Herz oder süße Poster mit dem Spruch "Glück ist, eine Opa wie dich zu haben" – und dem Namen des Enkelkindes darauf – sagt in einem Satz, was man manchmal nicht in Worte fasst. Oder eine Tasse mit dem Spruch "Mit dir blühen wir auf" – mit dem Namen der Oma oder des Opas und die Enkelkindernamen dazu – ist ein echtes Familienstück, das für immer im Herzen bleibt – ideale Einhorn Geschenke für jeden Anlass. 🌸
Am Ende sind es nicht die großen Dinge, die bleiben.
Es ist der Geruch aus Omas Küche. Das Lachen von Opa. Der Nachmittag, der eigentlich nichts Besonderes war – und sich trotzdem ins Gedächtnis gebrannt hat.
Diese Momente kann man nicht kaufen. Aber man kann dafür sorgen, dass noch mehr davon entstehen, solange wir dazu die Zeit haben. 🌈
Häufig gestellte Fragen
Warum sind Großeltern für Kinder wichtig? Großeltern schenken Zeit, Aufmerksamkeit und Lebenserfahrung. Sie schaffen Erinnerungen, die viele Menschen ihr Leben lang begleiten.
Warum erinnern wir uns so stark an unsere Großeltern? Viele Erinnerungen sind mit Gerüchen, Essen, Ritualen und gemeinsamen Erlebnissen verbunden. Deshalb bleiben sie oft besonders lange erhalten.
Was macht die Beziehung zwischen Großeltern und Enkeln so besonders? Großeltern begleiten ihre Enkel häufig mit viel Geduld und ohne den alltäglichen Erziehungsdruck. Dadurch entsteht oft eine besondere Nähe.
Was kann man von seinen Großeltern lernen? Zusammenhalt, Fürsorge, Geduld und viele kleine Dinge, die man oft erst als Erwachsene wirklich versteht.
Was schenkt man Oma oder Opa, wenn sie schon alles haben? Persönliche Geschenke und gemeinsame Zeit sind meist wertvoller als teure Anschaffungen. Ein Geschenk mit dem Namen des Enkelkindes zeigt: Hier hat jemand wirklich an dich gedacht.
Wie halte ich Erinnerungen mit Großeltern fest? Rezepte aufschreiben, nach Geschichten fragen, gemeinsam kochen – und manchmal reicht ein ungestelltes Foto vom ganz normalen Nachmittag. 📷